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„Grenzen setzen, aber wie?“

Aus unserer letzten Elternfortbildung zum Thema „Grenzen setzen, aber wie?“ haben wir für Sie einiges zusammengefasst.
Grenzen sind etwas Natürliches, was uns in allen Lebenslagen begegnen. Es gibt natürliche Grenzen wie Bergen und Flüssen, es gibt von Menschgeschaffenen Grenzen.
Jedes Mal, dass wir eine Grenze übertreten kann es bedeuten, dass wir uns auf neue Bedingungen, Gesetzte oder Regeln einlassen müssen.
Je nachdem, was wir tun, kann eine Grenzüberschreitung gleich eine Grenzverletzung bedeuten. Dies kann negative Auswirkungen haben, eine davon wäre eine Ausgrenzung.
Grenzen erkennen und respektieren muss man erlernen. Dies findet durch die Erziehung in der Familie und in der Schule statt bzw. dies erlernt man in der Begegnung mit anderen. Regeln und Grenzen sind gut und wichtig, um eine Sozialkompetenz zu entwickeln. Regeln und Grenzen geben uns Orientierung im Alltag.
Es hat aber zur Folge, dass es Konsequenzen hat, bzw. haben soll, wenn Regeln und Grenzen nicht respektiert werden. Es ist also normal, dass Grenzen zu Konflikten führen. Dadurch können wir Menschen uns emotional entwickeln. Gesunde Grenzen helfen den eigenen Grenzen zu entwickeln und den Grenzen von anderen zu respektieren. Ergo Kinder wie auch Erwachsenen können ihre Gefühle besser einschätzen und erkennen.
In der Familie werden die Grenzen von den Eltern gesetzt, da es die Eltern sind, die die Regeln definieren. Die Rolle der Kinder ist es dann, die Grenzen auszutesten und das so lange, bis eine Reaktion der Eltern kommt. Dadurch füllen sich die Kinder verstanden, wahrgenommen und erfahren Sicherheit und Halt.

Einige Tipps:

  • Entscheiden ist was man tun, nicht was man sagt.
  • Konflikte sind gut, es darf aber keine Verlierer geben.
  • Bei Grenzüberschreitungen soll man gleich reagieren.
  • Klare Ansage helfen Kinder, die Grenzen zu erkennen.
  • Kontakt herstellen – Blickkontakt – Augenhöhe helfen.
  • Positive Botschaften und Formulierungen sind vorzuziehen.
  • Ein gewisser Vorlauf (z.B. in 5 Minuten… statt sofort) sollte gelassen werden.
  • Loben und Wertschätzen nicht vergessen!

Vorsicht – Falle!

  • Rhetorische Fragen und Appel
  • Verbote statt klare Anweisungen
  • Warum Fragen sorgen für Verwirrung

 

Nützliche Links für Sie, wenn nicht mehr weiter wissen:
www.familienhandbuch.de
www.bke-elternberatung.de

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© Julia Langenhan